Wissenswertes - Propolis

Wissenswertes über Propolis

wissenswertes
 

Propolis

Der Name Propolis kommt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß: Verteidigungssystem der Stadt. Denn dazu benötigen die Bienen diese Substanz. Sie behandeln damit ihren Bienenstock, um ihn vor Feuchtigkeit, Zugluft, Bakterien und anderen Krankheitserregern zu schützen. Des Weiteren schützt es den Bienenstock aufgrund seiner nachweislichen antmikrobiellen und bakteriostatischen Wirkung sehr wirksam vor bakteriellen und viralen Krankheitserregern sowie Pilzen. Forscher haben nachgewiesen, dass es in einem Bienenstock steriler ist, als im vorbildlichsten Krankenhaus. Propolis wird als natürliches Antibiotikum bezeichnet, denn seine antvirale, antimykotische und antibakterielle Wirkung entfaltet es auch beim Menschen. Grundsubstanz von Propolis ist ein Baumharz, das die Bienen von verschiedensten Blütenknospen sammeln. Im Bienenstock wird dieses Rohpropolis von speziellen Arbeitsbienen enzymatisch aufbereitet, mit antibakteriellen Drüsensekreten vermengt und so zum „richtigen“ Propolis umgewandelt. Dieses Propolis wird vom Imker mittels eines Propolisgitters gewonnen. An Inhaltsstoffen wurden bislang 130 biologisch wirksame Substanzen nachgewiesen, deren Verschiedenheit untereinander das breite Wirkungsspektrum begründet. So enthält Propolis große Mengen spezieller Flavonoide. Dies sind Wirkstoffe, die es nur in der Natur gibt und die (noch) nicht vom Menschen nachgebaut werden können. Sie stellen eine natürliche Waffe gegen Krankheiten dar: Sie stärken das Immunsystem durch Vzernichtung freier Radikale. Im Gegensatz zu regulären Antibiotika entwickeln die Krankheitserreger jedoch keine Widerstandskräfte gegen Propolis. Propolis hat sich auch bei Verabreichung extrem hoher Mengen als vollkommen untoxisch erwiesen.

Zu den wichtigsten Bestandteilen von Propolis gehören:

Organische Säuren

  • Phenolsäuren
  • Aromatische Aldehyde
  • Pflanzliche Duftstoffe(Kumarine)
  • Flavonoide
  • Provitamin A, Vitamin B3, Vitamin C, …
  • Mineralstoffe und Spurenelemente - Magnesium, Kalzium, Eisen, Silizium ...

Zusammensetzung der Propolis:

  • 50 – 55% Harze und Balsame
  • 30 – 40% Wachs
  • 5 – 10% ätherische Öle
  • 5% Pollen
  • 5% Mineralstoffe und Spurenelemente

Propolis wurde schon im Altertum als Heilmittel hoch geschätzt. Bereits Aristoteles beschrieb Propolis und seine heilenden Eigenschaften und empfahl es bei Hautkrankheiten, Quetschungen, Verbrennungen und eitrigen Wunden. Die Ägypter verwendeten Propolis zur Mumifizierung ihrer Toten und auch in Persien und bei den Inkas wurde Propolis genützt. Die Wundärzte des Mittelalters benutzten Propolis ebenso wie die Feldärzte in den napoleonischen und den Burenkriegen. Noch im Ersten und Zweiten Weltkrieg setzten die Mediziner Propolis in den Krankenhäusern und Feldlazaretten ein. In Osteuropa spielt Propolis nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Behandlung verschiedenster Krankheiten. Im Westen geriet es wie viele andere Naturheilmittel mit der Entwicklung der modernen Pharmakologie mehr und mehr in Vergessenheit. Erst in den letzten Jahrzehnten ist Propolis wieder zum Gegenstand medizinisch-wissenschaftlichen Interesses geworden, nachdem synthetische Arzneimittel sich nicht selten als problematisch erwiesen.

In unserer Zeit wird Propolis neu entdeckt.
Propolis ist keimhemmend gegen Bakterien, Viren und Pilzen; Propolis verstärkt die Funktion der Thymusdrüse, ein zentrales Organ im Hormon- und Immunsystem; Propolis erhöht die Zellstoffwechsel- und Zellteilungsrate; In der Altersmedizin zeigten Versuchsreihen deutlich verbessertes körperliches und psychisches Befinden nach wenigen Wochen regelmäßiger Anwendung. Es ist nachgewiesen, dass Propolis Erkältung und Grippe vorbeugen kann und sogar gegen Infektionen mit Herpes-Viren gut wirkt. Weitere in der medizinischen Fachliteratur ausgewiesene Anwendungsgebiete sind Allergien, Atemwegsinfektionen, Magen-Darm-Infekte, Genitalinfektionen, Gelenkerkrankungen, Harnwegsinfekte, Stirn- und Nebenhöhlenentzündung, hoher Blutdruck, Durchblutungsstörungen, rheumatische Erkrankungen, klimakerische Beschwerden, Schmerzzustände, Hämorriden, Hautinfektionen, Warzen, Hühneraugen, Zahnmedizin, Bestrahlungsfolgen. Ganz allgemein wirkt Propolis kräftigend und mild anregend auf den gesamten Organismus, stärkt das Herz und beugt Arterienverkalkung vor und steigert vor allem die Körperabwehr.

Quelle: Verbund österreichischer Imkerinnen